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Ich bekomme bei den meisten Interviews Angebote. Das ist meine Methode.

25. Januar 2026

Wie ich Interviews wie normale Gespräche behandele und dadurch in den meisten Fällen Angebote erhalte — praktische Schritte, Mindset und Übungen.

Ich mache in Interviews gute Figur, aber das war nicht immer so. Mittlerweile bin ich darin hervorragend, nicht weil ich perfekte Antworten habe, sondern weil ich Interviews wie normale Gespräche behandle.

Diese Denkweise hat mir sehr geholfen. Rate mal: Interviewer wollen, dass du erfolgreich bist. Im Allgemeinen sitzen Personen auf der anderen Seite, die schon selbst Interviewt haben, ihnen liegt etwas an dir und außerdem wollen sie so schnell wie möglich einstellen.

Das funktioniert für mich wirklich:

1. Ich übe, zu sprechen, nicht Antworten

Einfache Übung:

  • Schnapp dir einen Freund
  • Bitte ihn, dir zufällige Interviewfragen zu stellen
  • Rede zu jeder Frage 5 Minuten am Stück

Das trainiert genau den Muskel, den du in Interviews brauchst:

  • Klar denken unter Druck
  • Gedanken spontan strukturieren
  • Natürlich klingen statt einstudiert

Ich bereite jetzt mehrere Fragen im Voraus vor, schreibe sie auf und übe dann laut. Ich lerne keine Antworten Wort für Wort, aber diese Übung hilft mir, mehr Inhalte zu haben, konkreter zu sein, meine Erfolge besser zu quantifizieren und – am wichtigsten – selbstsicherer und natürlicher zu klingen. Verrückter Teil? Das fällt auch Interviewern auf. Sie sehen einen gut vorbereiteten und selbstbewussten Kandidaten.

2. Ich recherchiere Rolle und Unternehmen

Meine Methode: Ich nutze KI für eine Deep Research und bekomme detaillierte Informationen über das Unternehmen. So verstehe ich jetzt, wer sie sind, was sie tun und warum es ihnen wichtig ist.

Du musst wahrscheinlich nicht alles auswendig wissen, aber ein zweiseitiger Bericht über das Unternehmen hilft dir, dich passend zu positionieren.

3. Ich sehe mich als den Wertbringer, nicht als Bewerber, der einen Job braucht

Diese Änderung der Denkweise ist enorm.

Sie haben ein Problem:

  • eine offene Stelle
  • verfehlte Ziele
  • fehlende Expertise

Du bist da, weil sie einen Bedarf haben, und du könntest die Lösung sein.

Ich gehe in Interviews mit dem Gedanken: „Sie brauchen mich mehr, als ich sie brauche.“

Allein diese Haltung hält dich ruhig, geerdet und selbstbewusst.

4. Ich übernehme die Kontrolle und führe, wenn nötig

Wenn ich merke, dass das Interview unstrukturiert ist, sage ich etwas wie: „Ich weiß, dass wir wenig Zeit haben, daher würde ich gerne kurz darlegen, wie meine Erfahrung zu dieser Rolle passt, Ihre Prioritäten hören und Ihnen dann ein paar Fragen stellen. Passt das?“

Das ist ein Power-Move. Es zeigt Selbstvertrauen, Klarheit und Führungskompetenz.

Und es funktioniert.

5. Authentizität ist entscheidend

Eines, das ich nicht empfehle:

  • schummeln
  • lügen
  • KI-Tools live im Interview nutzen

Interviewer merken das sofort.

Sei du selbst. Das ist die einzige nachhaltige Strategie.

6. Ablehnung passiert trotzdem, und das ist normal

Du kannst alles richtig machen und trotzdem den Job nicht bekommen.

Ich bin auf Senior-Level, werde oft headgeunted, und dennoch:

  • Hunderte Bewerbungen
  • Dutzende Interviews
  • Viele Finalrunden
  • Weniger Angebote als erwartet

Das kann am Selbstvertrauen nagen. Das ist normal. Aber die endgültige Entscheidung liegt nicht bei dir. Nimm es als gute Übung und geh zum nächsten über. Je mehr du übst, desto besser wirst du. Sieh es als Lernschritt und nicht als Ablehnung.

Viel Erfolg da draußen!